Donnerstag, 7. Mai 2009

Unser Fastelovend - Himmlisch jeck

Motto für den Rosenmontagszug 2009
Am 22.02.09 um 5.40 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg nach Köln. In diesem Jahr sammelten wir unterwegs nicht nur Lothar und die 2 Mädels aus Haste ein, sondern ebenfalls 10 Spielleute aus Settrup, die uns in diesem Jahr unterstützen wollten. Unterwegs sangen wir sogar ein Geburtstagsständchen für Andreas, der mit uns (statt mit Verena zu hause) seinen 34. Geburtstag feierte. Ab Osnabrück wurden wir mit Fotos „bombardiert“. Wettstreit in Dielingen 2008 und Karneval in Köln 2008. Da hatten wir bis Remscheid gut zu tun. Hier war dann wie immer Frühstückspause angesagt. Es war relativ frisch und die schwierigen Gedanken, welche Sachen man unter das Kostüm ziehen könnte, gingen wieder los. Aber nach einem guten Frühstück hatten wir das geklärt und konnten uns ganz dem schminken, Tattoos kleben und umziehen widmen. Als wir in Köln ankamen nieselte es mal wieder ein bisschen. Das sollte auch unser Begleiter für den Tag bleiben. Aber wir hatten Glück. Wir durften in diesem Jahr ganz vorne laufen. D.h. wir wurden keiner Schule oder Verein zugewiesen, sondern liefen mit einer weiteren Kapelle in der Einleitung.
Wir schauten uns noch ein bisschen die Tanzgruppe der Lyskircher an und dann ging es auch schon pünktlich um 10.30 Uhr los. Berittene Polizeistaffel, Zugleiterwagen und dann wir. Aber losgehen konnte man das nicht wirklich nennen. Denn bereits nach den ersten 100 m kamen wir ins Stocken. Und wir mussten vor der Kamera anhalten. Mehrere Male spielten wir unser Kamerastück „Denn einmal nur im Jahr ist Karneval“ herunter. So ging es leider den ganzen Weg über. Auf der Hälfte mussten wir sogar 10 Minuten warten, so dass ein netter Mensch uns sogar eine Kiste Süßes zur Stärkung brachte. Wenn hinten größere Lücken entstehen, muss man vorne warten. Das bekamen wir dann auch auf dem Alter Markt zu spüren. Hier mussten wir wieder warten, die eine Gruppe vorbeilassen usw. Aber trotz allem waren wir dann um ca. 14.30 Uhr am Ziel. Etwas durchnässt, aber glücklich. Die Stimmung an den Straßen war dieses Jahr noch nicht so gut. Das ist der Nachteil, wenn man vorne läuft. Aber somit hatten in diesem Jahr allerdings viel Zeit, uns wieder auszuruhen. Es gab wieder Brötchen und Getränke am Bus. Die Schuhe waren auch relativ sauber, da noch kein Müll dementsprechend auf der Straße lag. Wir bezogen also schon früh unsere Zimmer. Die Aufteilung war allerdings ein reines Chaos. Aber selbst das haben wir irgendwann auf die Reihe bekommen. Die Betten wurden bezogen und anschließend hatten wir noch Zeit, im oder am Bus eine gemütliche Runde zu veranstalten. Das ein oder andere Bier hatten wir uns jetzt redlich verdient. 18 Uhr gabs Abendessen. Frikadelle oder Gemüsebratling mit Kartoffelpüree und Soße. Hier wurden schon die ersten Ergebnisse des Tages ausgetauscht. 19.30 Uhr wollten wir uns alle wieder in der Halle treffen, also zogen wir uns auf die Gemächer zurück und schlüpften in unsere eigenen Kostüme. Losgegangen sind wir dann allerdings getrennt, da die Partygeschmäcker hier doch sehr auseinander gingen. Ein Teil machte es sich im Bistro der Jugendherberge gemütlich, ein andere erforschte die Kneipen auf der „Schäl Sick“ und der Rest trottete wie die letzten beiden Jahre auf die „richtige Rheinseite“. Das „Früh“, „Sion“, „Papa Joe’s Klimperkasten“, „Brauhaus ohne Namen“ oder auch viele der anderen tollen Kneipen waren unsere Ziele. Das Wetter war nur am Anfang nicht so toll, aber später konnte man auch draußen gut umherziehen. Ca. 1.30 Uhr trudelten die letzten Jecken in der Jugendherberge ein. Einige saßen noch auf dem Flur bei der obligatorischen Pyjamaparty. Diese wurde aber nach kurzer Zeit vom „Herbergsvater“ beendet, da auf unserem Flur dieses Jahr noch fremde Leute übernachteten und wir zu laut waren. Somit verzogen wir uns zuerst in eins der Settruper Zimmer, dann weiter zu den Mädels, um schlussendlich wieder auf dem Flur zu landen. Von da sind aber bald alle um 2,45 Uhr in ihren eigenen Zimmern, und hoffentlich auch Betten, verschwunden.
Am Montag trafen sich dann alle irgendwann zum frühstücken. Der eine mehr, der andere weniger ausgeschlafen. Kostüme aus dem Bus wieder auf die Zimmer und wir durften uns mal wieder warm anziehen. Es war scheinbar noch ein bisschen kälter, als am Vortag. Mal trocken und mal nass. Spätestens um 10.00 Uhr sollten wir am Aufstellplatz sein. Die „Närrischen Insulaner“, die auch in diesem Jahr wieder unsere Gastgeber sein sollten, starteten 2009 als Gruppe 32. Das hieß für uns mal wieder – lange warten. Als erstes gab es Erbsensuppe, ein kleines Ständchen für die Gesellschaft und Jens bekam seinen Orden. Danach konnte jeder machen, was er wollte. Einige schauten sich die umliegenden Wagen an, andere verfolgten den Zug von weitem und einige versuchten sich auch im Kamelle sammeln, was nur spärlich geklappt hat. Aber auch zuschauen war nicht schön, da es schon wieder zu regnen begann. Und die Kostüme sollten ja nicht vor dem großen Auftritt schon nass und schwer werden. Wir saßen daraufhin halt noch ein bisschen in der Kneipe. Sitzen ist um diese Zeit meistens das beste. Um 13.15 Uhr sollten wir wieder da sein. Aber auch hier zeichnete sich ab, dass es wohl noch länger dauern könnte. Jeder suchte sich ein Plätzchen zum verweilen. Aber um 14.00 Uhr hatte das rumstehen ein Ende. Wir durften loslaufen. Auch wenn es leider vor der Kamera wieder anfing zu regnen, hatten wir großes Glück. Zwischendurch schien sogar die Sonne. Der Regenponcho, den die meisten erst gar nicht gefunden hatten,  blieb heute auf jeden Fall in der Tasche. Heute lief es auf jeden Fall besser. Der Zug stockte kaum noch. Wenn dann immer nur für Sekunden. Meistens. Es waren viel mehr Jecken am Straßenrand, wieder mal irre Kostüme und sogar mit Marita Köllner (Et fussisch Julche – Kölner Karnevalistin), Guido Cantz und Christoph Daum einige Promis zu finden. Außerdem hatten wir wieder Glück, dass hinter uns eine weitere Kapelle lief, mit der wir im Wechsel spielen konnten. So ging uns erst etwas später die Puste aus. Und ziemlich schnell waren wir dieses Mal. Das Schild „Werfen einstellen“ kam dieses Mal schon nach 3 Stunden ins Bild. Länger hatten wir tatsächlich nicht gebraucht. Und darüber waren wir mal wieder alle glücklich. Daher taten die Füße auch lange nicht so weh, wie wir das sonst schon erlebt hatten. Am Bus gab es wieder Essen und Trinken. Etwas gutes für alle sozusagen. Nur warten mussten wir mal wieder. Denn unser Fotograf Willi war nicht da. Keiner hatte ein Handynummer von ihm. So kamen einige von uns noch dazu, den Prinzenwagen zu sehen und ein paar Kamelle abzustauben. Um 18 Uhr fuhren wir dann aber doch zur Kostümkammer. Die Kostüme, alle fein säuberlich sortiert, wurden wieder abgegeben, die Toiletten konnten wir noch mal besuchen und einige kauften noch Souvenirs.
Auch hier tauchte Willi nicht auf. Um 18.40 Uhr klingelte beim Busfahrer das Handy. Bis wir dann endlich alle vollzählig waren und losfahren konnten, war es dann schon 19.10 Uhr. So kamen wir dann etwas später bei Burger King an. Auch wenn nicht alle Hunger hatten, aber das ist immer eine gute Möglichkeit die Wertcoupons von den Toiletten einzulösen und somit eine vernünftige Pause zu machen. Die meisten von ließen es sich richtig schmecken. Nach ca. 45 Minuten waren dann wieder alle People an Bord und wir fuhren weiter Richtung Heimat. Nach einer weiteren kurzen Unterbrechung für das nötigste waren wir dann schon in Belm. Hier verabschiedeten wir uns von den Jungs und Mädels aus Haste und Settrup und kamen dann ca. 23 Uhr in Dielingen an der Schützenhalle wieder an. Wir haben dann noch eben den Bus aufgeräumt, alle Taschen von a nach b getragen und alle verabschiedet.
Am Dienstag waren noch einige verkaterte und nicht ausgeschlafene Spielmöpse in der Halle, um die Kostüme wieder zu richten und zu verpacken, Getränkekisten sortieren, Instrumente einräumen und auch über das Erlebte noch mal zu plaudern.
Wir haben festgestellt, dass bis auf einzelne wenige, alle sehr begeistert waren. Auch die Settruper haben Gefallen an dieser Veranstaltung gefunden und waren der Meinung, ein weiteres Jahr Kölner Karneval wieder in Erwägung zu ziehen. Das Motto für 2010 heißt: „IN KÖLLE JEBÜTZT!“ Das könnte doch lohnenswert werden. Also bis zum nächsten Mal. Kölle Alaaf.